Wir wünschen Ihnen einen guten Rutsch

Alle Jahre wieder. Ab Anfang Dezember bricht es aus: Jahresrückblicke über alles und jedes im TV (weisch no, wo mir Gold gwunne händ …), Geschenke für Freunde und Familie kaufen (was söll ich nu de Schwiegermuetter wieder schänke?) und natürlich unvermeidlich: „Dinner for One“ auf allen Kanälen (wänn’s wenigstens s’Original isch, gaht’s ja no). Nach der besinnlichen Weihnachtszeit (wieder mal viel z‘ viel g‘ Gässe) geht es langsam aber sicher auf Silvester zu. Feuerwerk überall und millionenfach der Wunsch „Rutsch guet übere“.

Warum aber wünschen wir uns das? Vielleicht kommt es von „Rosch ha Schanah“, so heisst das jüdische Neujahr (wörtlich übersetzt „Kopf des Jahres“). Auf Jiddisch wünscht man sich in der Zeit vor und nach dem Feiertag „a git Rosch“ (einen guten Kopf). Können wir davon ausgehen, dass der „gute Rutsch“ aus einem weitläufig missverstandenen „git Rosch“ entstand? Das „gute Rutschen“ wird übrigens nur in den deutschsprachigen Ländern gewünscht.

In diesem Sinne: En guete Rutsch und chömed Sie guet a im neue Jahr.