Weihnachtsgrüße

Kostenlose Weihnachtsgrüße in 30 Sprachen

Wir von eubylon unterstützen Sie bei Ihrer Post ins Ausland auch in diesem Jahr wieder durch professionelle Gratis-Übersetzungen. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr übersetzt von unseren Fachübersetzern in 30 Sprachen – von Albanisch bis Ungarisch.

Weihnachtsgrüße von unseren Fachübersetzern

Hier finden Sie die wichtigsten Weihnachtsgrüße in 30 verschiedenen Sprachen!

Deutsch Frohe Weihnachten Ein gutes neues Jahr Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr
Albanisch Gëzuar Krishtlindjet Gëzuar Vitin e Ri Gëzuar Krishtlindjet dhe Vitin e Ri
Bosnisch Sretan Božić Sretna nova godina Sretan Božić i sretna nova godina
Bulgarisch Весела Коледа Честита Нова Година Весела Коледа и Честита Нова Година
Dänisch Glædelig jul Godty nytår Glædelig jul og godt nytår
Englisch Merry Christmas Happy New Year Merry Christmas and a happy New Year
Estnisch Rõõmsaid jõule! Head uut aastat! Rõõmsaid jõule ja head uut aastat!
Finnisch Hauskaa joulua Hyvää uutta vuotta Hauskaa joulua ja hyvää uutta vuotta
Französisch Joyeux Noël Une bonne et heureuse année Joyeux Noël et meilleurs voeux pour la nouvelle année
Georgisch ბედნიერ შობას გისურვებთ ახალ წელს გილოცავთ მხიარულ შობას და ბედნიერ ახალ წელს გისურვებთ
Griechisch Καλά Χριστούγεννα Ευτυχισμένος ο καινούργιος χρόνος Καλά Χριστούγεννα κι ευτυχισμένος ο καινούργιος χρόνος
Italienisch Buon Natale Felice Anno Nuovo Buon Natale e felice Anno Nuovo
Kasachisch Рождествомен құттықтаймыз Жаңа жылыңызбен Рождество құтты болсын және Жаңа жылыңызбен
Lettisch Priecīgus Ziemassvētkus! Laimīgu jauno gadu! Priecīgus Ziemassvētkus un laimīgu jauno gadu!
Litauisch Linksmų Kalėdų! Laimingų Naujųjų metų! Linksmų Kalėdų ir laimingų Naujųjų metų!
Mazedonisch Среќен Божиќ Среќна Нова Година Среќен Божиќ и Среќна Нова Година
Niederländisch Gelukkig kerstfeest Gelukkig nieuwjaar Prettige kerstdagen en een gelukkig nieuwjaar
Norwegisch God jul Godt nyttår God jul og godt nyttår
Polnisch Wesołych Świąt Szczęśliwego Nowego Roku Wesołych Świąt i szczęśliwego Nowego Roku
Portugiesisch Feliz Natal Feliz Ano Novo Feliz Natal e um Próspero Ano Novo
Rumänisch Crăciun fericit! La mulţi ani! Crăciun Fericit şi La Mulţi Ani!
Russisch Счастливого Рождества! С Новым годом! Счастливого Рождества и удачи в новом году!
Schwedisch God Jul Gott Nytt År God Jul och Gott Nytt År
Serbisch Srećan Božić Srećna nova godina Srećan Božić i srećna nova godina
Slowakisch Veselé Vianoce Šťastný Nový rok Veselé Vianoce a šťastný Nový rok
Slowenisch Vesel božič Srečno novo leto Vesel božič in srečno novo leto
Spanisch Feliz Navidad Feliz Año Nuevo Feliz Navidad y Próspero Año Nuevo
Tschechisch Veselé Vánoce Šťastný Nový rok Veselé Vánoce a šťastný Nový rok
Türkisch Mutlu Noeller. Yeni yılınız kutlu olsun. Mutlu Noeller diler Vigilix login , yeni yılınızı kutlarız.
Ukrainisch Щасливого Різдва! З Новим роком! Щасливого Різдва та нехай щастить у новому році!
Ungarisch Boldog karácsonyi ünnepeket kívánunk! Boldog Újévet kívánunk! Boldog karácsonyi ünnepeket és boldog Újévet kívánunk!

 

Uns kommt das nicht spanisch vor!

essen spanischGeschäftsleuten aus deutschsprachigen Ländern erscheinen spanische Meetings häufig sehr chaotisch, völlig unstrukturiert und ergebnislos. Es beginnt damit, dass die Besprechung zehn bis fünfzehn Minuten später anfängt als geplant. Diejenigen, die bereits anwesend sind, nutzen die Zeit für Small Talk oder Telefonate. Sich darüber zu beschweren, dass man Sie warten lässt, sollten Sie sich verkneifen. Wie gesagt, Sympathie und Freundlichkeit sind anfangs am wichtigsten.
Sie sollten allerdings vorsichtig damit sein, einfach selbst zu spät zu kommen. Menschen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich stehen im Ruf, pünktlich zu sein. Dementsprechend kann auch die Erwartungshaltung Ihrer spanischen Geschäftspartner ausfallen – ein Deutscher, Schweizer oder Österreicher, der gleich zu spät kommt, weil er denkt “das ist ja so in Spanien, da kann ich auch zu spät kommen” – der wird sofort mit Vorbehalt empfangen, denn dem spanischen Verständnis nach ist er ja dann gar kein “richtiger Deutscher / Schweizer / Österreicher” …

Zwischentitel: Redegewandtheit und Charisma sind wichtiger als Argumente

Im spanischen Geschäftsleben spielen Meetings und Präsentationen eine wichtige Rolle. Sie dienen allerdings eher dazu, die eigene Person darzustellen; Redegewandtheit und Charisma sind wichtiger als detaillierte Expertenargumentationen. Auch Improvisation spielt eine wichtige Rolle – Spanier empfinden eine Präsentation, bei der jede Zahl und jede Ziffer vom Vortragenden aus dem Kopf heraus hundertprozentig korrekt benannt wird, als schemenhaft und robot-like … der typische deutsche Quadratschädel, alles nur Daten und Fakten, keine Emotion, keine Improvisation Aloha enterprise help desk , nur Planung und Schema.
Spanier gehen auf Themen erst in einem finalen Stadium konkret zu, erstmal werden generelle Aussagen und Eindrücke vermittelt. Daher ist es eher kontraproduktiv, sofort mit einem fein archivierten, hundertseitigem Dokument in einem ersten Meeting anzutreten und Expertenmeinungen gleich zu Anfang in die Runde zu werfen. Ein Spanier könnte den Eindruck erhalten, “da kommt der schon gleich mit der perfekten Lösung, wenn er noch gar nicht mit mir gesprochen hat, der will mich mit seiner Meinung gleich zuschütten”. Man sollte daher zunächst Offenheit und Flexibilität an den Tag legen.

Seien Sie flexibel!

Spanier sind generell offener und flexibler – das gilt besonders auch für die vorgegebene Agenda oder Zeitplanungen. Ein Meeting wird kaum jemals zum angesetzten Zeitpunkt, also hundert Prozent pünktlich, beginnen, wie schon erwähnt. Und auch nicht enden. Wenn ein Thema aufkommt, das interessant oder wichtig erscheint – warum soll man es dann verschieben und erst der vorgeschriebenen Agenda Punkt für Punkt folgen? Spanier denken da eher weniger an vorgegebene Strukturen und Abläufe, alles wirkt ein bisschen “chaotischer”, aber daher eben auch sehr flexibel.

Essen nicht vergessen!

Das Essen und die Mittagspause sind heilig – ein Spanier würde es für unangebracht, vielleicht sogar unhöflich empfinden, wenn man aus Zeitgründen die Mittagspause ausfallen lässt und “nur” Butterbrote oder Snacks servieren lässt, um mit der Besprechung fortzufahren. Das ist ein No Go: sehr viele Abschlüsse, Entscheidungen und Kompromisse erreicht man in Spanien beim ausgiebigen Geschäftsessen; es ist eigentlich undenkbar, zu einem zufriedenstellenden Geschäftsabschluss zu kommen, ohne dabei ein oder mehrere Restaurants besucht zu haben und über das gemeinsame Essen zu einem besseren Verständnis und zu Lösungen zu gelangen, in einer eher ungezwungenen und lockeren Atmosphäre.
Und noch ein wichtiger Punkt: in Spanien ist es Gewohnheit, sich sehr schnell beim Vornamen zu nennen. Es ist undenkbar, dass Kollegen oder Geschäftspartner sich mit “Herr García” anreden; man geht meistens sehr schnell zum “Du” über und verwendet den Vornamen. Sehr gewöhnungsbedürftig für den “typisch deutschen” Umgang, wo man das “Sie” pflegt und auch nach Jahren noch im Geschäftsleben von “Herr oder Frau SoundSo” spricht.

Was ist der Unterschied zwischen Dolmetscher und Übersetzer?

dolmetschen übersetzenFragen Sie einmal in Ihrem Bekanntenkreis, was der Unterschied zwischen übersetzen und dolmetschen ist. Die meisten werden wahrscheinlich antworten: „Übersetzen und dolmetschen? Ist doch ein und dasselbe!“ Wenn das so wäre, müsste ein Dolmetscher auch übersetzen und ein Übersetzer auch dolmetschen können. Das können aber die wenigsten. Wir haben es also mit zwei verschiedenen Berufen zu tun. Im Alltag werden die Begriffe übersetzen und dolmetschen oft synonym gebraucht.

Übersetzen ist Handwerk

Ein Übersetzer überträgt schriftlich fixierte Texte von der einen in die andere Sprache. Das Ergebnis seiner Arbeit ist ebenfalls ein schriftlich fixierter Text. Dabei arbeitet er eine gewisse Zeit lang an seinem Übersetzungsauftrag; er fertigt seine Übersetzung Stück für Stück. Es bleibt ihm genügend Zeit Aloha enterprise 8080 login do , den Ausgangstext gründlich zu analysieren. Unbekannte Begriffe oder komplizierte grammatikalische Konstruktionen kann er bei Bedarf nachschlagen. Am Ende übergibt er den fertigen Text an den Auftraggeber – im Datei- oder im Papierformat.

Hier geht es um Fachwissen, Akribie und Recherchefähigkeit: Übersetzen ist Handwerk – ein Schreibtisch-Job.

Dolmetschen ist Mundwerk

Ganz anders der Dolmetscher: Er arbeitet mündlich und überträgt das gesprochene Wort sinngemäß – zeitgleich und direkt vor Ort. Er muss spontan reagieren und hat keine Zeit, sich mit dem Ausgangstext zu beschäftigen oder Begriffe zu recherchieren. Er muss sich also bereits vorher mit dem jeweiligen Fachgebiet beschäftigt haben, um mit dem spezifischen Vokabular und Jargon der Branche vertraut zu sein.

Hier geht es um Schnelligkeit, Auffassungsgabe und Spontaneität. Dolmetschen ist Mundwerk – ein Live-Job.

Woher kommt das Wort „Dolmetscher“?

„Dolmetscher“ ist eines der wenigen ungarischen Lehnwörter im Deutschen (tolmács). Das ungarische Wort ist aus dem Türkischen entlehnt (dilmaç, heute jedoch tercüman).

Welche Arten von Übersetzern gibt es?

  • Fachübersetzer sind auf bestimmte Wissensgebiete spezialisiert und übertragen hoch spezialisierte Texte wie z.B. Geschäftsberichte und Fachartikel, Werbebroschüren und Webseiten, Patentschriften und Urkunden, Handbücher und Dokumentationen.
  • Literaturübersetzer übertragen Romane, Sach- und Fachbücher. Hier spielt die künstlerische Komponente eine viel größere Rolle als bei Gebrauchstexten. Ein Literaturübersetzer braucht Sprachgefühl und Stilsicherheit.
  • Urkundenübersetzer (beeidigte oder vereidigte bzw. ermächtigte Übersetzer) fertigen offiziell bestätigte Übersetzungen von Urkunden, Zeugnissen und Gerichtsdokumenten an. Mit der Übersetzung bescheinigen sie auch die Richtigkeit und Vollständigkeit derselben. Dies wird im offiziellen Rechtsverkehr mit Behörden oder Staaten oft verlangt.
  • Untertitler arbeiten für Film, Fernsehen und Theater. Sie formulieren kurze Untertitel, die die wesentlichen Inhalte des Gesagten wiedergeben. Auf Konferenzen treten sie als Simultan-Stenografen auf: Sie übertragen das gesprochene Wort mittels einer speziellen Kurzschrift-Software in lesbare Texte für Hörgeschädigte.
  • Softwarelokalisierer übertragen die Menüs bzw. Benutzeroberflächen von Computerprogrammen in die Sprache des jeweiligen Zielmarktes.

Welche Dolmetscharten unterscheidet man?

  • Simultandolmetscher übersetzen das gesprochene Wort nahezu zeitgleich – also simultan. Das erfordert höchste Konzentration, weshalb sich Simultandolmetscher alle 20 bis 30 Minuten abwechseln. Simultandolmetscher werden für Kongresse, Tagungen und Seminare gebucht. Sie arbeiten zu zweit oder dritt aus einer schalldichten Dolmetscherkabine heraus. Vorteil: Der Veranstaltungsfluss wird nicht gestört, die Zuhörer können anderssprachigen Referenten mühelos über Kopfhörer folgen. Diese “zeitgleiche” Form des Dolmetschens kam erstmals während der Nürnberger Prozesse nach dem II. Weltkrieg zum Einsatz.
  • Konsekutivdolmetscher übertragen das gesprochene Wort im Anschluss an eine Rede oder im Wechsel mit dem Redner. Mit Hilfe einer speziellen Notizentechnik hält der Dolmetscher die wichtigsten Inhalte fest. Anschließend trägt er die Rede bzw. den Redeausschnitt in der Zielsprache vor. Nachteil: Ein Vortrag kann leicht doppelt so lange dauern. Konsekutivdolmetscher werden z.B. zu feierlichen oder diplomatischen Anlässen hinzugezogen, bei denen Tischreden gehalten werden.
  • Flüsterdolmetscher sind Simultandolmetscher, die ohne technische Hilfsmittel flüsternd in das Ohr eines Gesprächsteilnehmers dolmetschen. Das sieht man z.B. oft bei gemeinsamen Pressekonferenzen von Politikern.
  • Gebärdensprachdolmetscher übertragen Lautsprache in Gebärdensprache und umgekehrt. Da es keine weltweit verbindliche Gebärdensprache gibt, sondern jedes Land seine eigene Sprache pflegt, kann auch aus einer in die andere Gebärdensprache gedolmetscht werden.

Verlustfreie Übertragung über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg

Bleibt zum Schluss die Frage, ob es bei all den Unterschieden zwischen Übersetzen und Dolmetschen nicht doch auch Gemeinsamkeiten gibt.

Sowohl der Übersetzer als auch der Dolmetscher sind Kulturmittler. Ihre Aufgabe ist es, sprachliche Inhalte verlustfrei zu übertragen – also ohne Einbußen bei Substanz und Bedeutung.
Dahinter steckt die Erkenntnis, dass bei jeder sprachlichen Kommunikation zwischen Menschen immer auch verschiedene kulturelle Hintergründe mit bedacht werden müssen.

Andere zu verstehen und selbst verstanden zu werden ist ein entscheidender Erfolgsfaktor in einer zunehmend globalisierten Welt. Professionelle Übersetzungsagenturen wie eubylon arbeiten daher bevorzugt mit muttersprachlichen Übersetzern und Dolmetschern zusammen.

Sie erhalten den Wert Ihrer Worte – und garantieren eine verlustfreie Übertragung über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.

Interkulturelle Kompetenz: Warum „du spinnst“ auch „bist du aber schlau“ heißen kann

Interkulturelle KompetenzHätten Sie gewusst, dass getrennte Rechnungen in Frankreich verpönt sind? Wer zum Geschäftsessen einlädt, zahlt auch. Dass Blumen in China als Unglücksboten gelten? Bringen Sie Ihrem Geschäftspartner lieber edle Pralinen mit. Dass amerikanische Kellnerinnen bis zu 20 Prozent des Rechnungsbetrages als Trinkgeld erwarten? Die Gehälter in der US-Dienstleistungsbranche sind eben nicht besonders üppig.

Andere Länder, andere Sitten

Wenn Menschen aus verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen, kann es leicht zu Missverständnissen kommen. Deshalb ist interkulturelle Kompetenz so wichtig. Sie hilft, solche Missverständnisse zu umschiffen. Das erleichtert die Kommunikation und legt damit die Grundlage für den Geschäftserfolg.

Denn was passiert, wenn man sich nicht mit den Sitten, Werten und Traditionen der anderen Kultur beschäftigt? Man zeigt, dass man nicht in der Lage ist, die Perspektive zu wechseln. Dass man nicht offen ist für Andersartiges. Dass man nicht bereit ist, sich selbst in Frage zu stellen. Keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit über Kulturgrenzen hinweg.

Daumen hoch? Nicht überall eine gute Idee

Dieselbe Geste sagt in verschiedenen Kulturen oft sehr Gegensätzliches aus. So bedeutet der nach oben gerichtete Daumen in Europa und Amerika „ok“ oder „gut“, in einigen islamischen Ländern ist er eine obszöne Geste. Mit dem Zeigefinger an die Schläfe zu tippen, kann ebenso „du spinnst doch“ heißen wie „du bist aber schlau“. Die Zunge herauszustrecken ist in Europa ein Zeichen von Abscheu, in Tibet von Hochachtung und Respekt.

Achtung, Missverständnis!

Wer unterschiedliche kulturelle Prägungen missachtet, tritt schnell ins Fettnäpfchen – und dazu muss er den eigenen Sprachraums nicht einmal verlassen. Hier einige typische Situationen:

  • Zwei Italiener diskutieren lautstark, emotional und gestenreich miteinander. Der Deutsche oder Schweizer vermutet sofort einen Konflikt dahinter. Falsch, Lautstärke ist in Italien positiv besetzt. Sie gilt als Zeichen funktionierender Kommunikation.
  • Ein Mitteleuropäer lädt einen arabischen Geschäftsfreund ein, seinen Hund zu streicheln. Der Araber schreckt mit einem Ausdruck des Ekels zurück. Der Grund: Hunde gelten im Islam als unrein, während sie in Mitteleuropa des Menschen bester Freund sind.
  • Ein Deutscher bemerkt gegenüber Schweizer Geschäftspartnern mitten im Smalltalk: „So, genug geplaudert, kommen wir zur Sache.“  Diese direkte Art gilt in der Schweiz und in Österreich als ruppig und unhöflich. Hier bleibt man gerne im Ungefähren und setzt auf formale Höflichkeit, um ein gutes Kommunikationsklima herzustellen. Dies wird von Deutschen dann wiederum als unehrliches, ineffizientes Herumeiern betrachtet. Sprache dient in Deutschland allein dem Informationsaustausch.
  • Dagegen werden sowohl Deutsche als auch Schweizer peinlich berührt sein, wenn der ewig begeisterte amerikanische Gesprächspartner alles „awesome” und “amazing” findet. Nüchternheit gilt in den USA als langweilig oder gar demotivierend.

Gefragt: Empathie und Sensibilität

Aussagen wie „die Amerikaner sind oberflächlich“ oder „Franzosen sind unpünktlich“ deuten an, dass man die eigenen Sitten zum Maß aller Dinge nacht. Wer ohne solche Vorurteile und Stereotype auf andere Kulturen zugeht, beweist hingegen interkulturelle Kompetenz.

Die Basis für erfolgreiche interkulturelle Kommunikation ist also emotionale Kompetenz und interkulturelle Sensibilität. Emotionale Kompetenz ist die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle korrekt wahrzunehmen, zu verstehen und zu beeinflussen. Interkulturell sensibel ist, wer andere Konzepte des Denkens, Fühlens und Handelns erfassen kann.

Interkulturelle Teams sind kreativer

Kulturelles Wissen ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in einer zunehmend globalisierten und multipolaren Welt. Je besser man das Verhalten seines Gegenübers einschätzen kann, desto sicherer und souveräner wird man im Umgang mit ihm – und desto besser stehen die Chancen Aloha enterprise , dass Kommunikation gelingt. Kulturelle Vielfalt kann sogar ein Erfolgsmotor sein: Studien zeigen, dass internationale Teams mit hoher interkultureller Kompetenz kreativer und lösungsorientierter arbeiten als rein „monokulturelle“ Einheiten.

Übersetzer sind Kulturmittler

Gute Dolmetscher und Übersetzer kennen die oben geschilderten Fallstricke. Sie wissen: Sprachwissen allein genügt nicht, um eine Botschaft richtig von der Ausgangs- in die Zielsprache zu übertragen. Interkulturelle Kompetenz ist gefragter denn je – sei es im internationalen Geschäftsleben, bei politischen Verhandlungen, im Wissenschaftsaustausch oder im Umgang mit Migranten.

Übersetzer sind Kulturmittler – das macht ihren Beruf so spannend und vielfältig. In Zeiten zunehmender Migration umfasst das Berufsbild immer mehr Elemente der Mediation und des Konfliktmanagements. Das Fach „Interkulturelle Kompetenz“ ist inzwischen Bestandteil vieler Übersetzungs-Studiengänge.

Chillen oder Schwofen? Was der Sprachwandel mit dem Mutterlandprinzip zu tun hat

MuttersprachlerOb durch technische Neuerungen, soziokulturellen Wandel oder ökonomische Entwicklungen: Sprachen wandeln sich ständig. Deshalb arbeiten seriöse Übersetzungsagenturen mit muttersprachlichen Übersetzern zusammen, die in ihren Heimatländern leben. Dort bekommen sie die Veränderungen vor Ort mit und lassen sie in ihre Arbeit mit einfließen. So wird der Übersetzer zum Kulturmittler: Er ermöglicht verlustfreie Kommunikation über alle Sprach- und Kulturgrenzen hinweg.

Sprache: ein ständiges Werden und Vergehen

Was passieren kann, wenn dieses „Mutterlandprinzip“ nicht beachtet wird, lässt sich an zwei Sprachphänomenen beobachten: Archaismen und Neologismen. Archaismen sind Modewörter, die sich überlebt haben („dufte“), Bezeichnungen für Dinge, die es nicht mehr gibt („Wählscheibe“) oder altertümliche Begriffe, die von (oft englischen) Neubildungen abgelöst worden sind („Date“ statt „Stelldichein“). Sprache ist wie das Leben selbst: ein ständiger Kreislauf von Werden und Vergehen.

Neubildungen (Neologismen) entstehen oft in kleinen sozialen Gruppen, etablieren sich dann im allgemeinen Sprachgebrauch und landen schließlich im Duden. Fast unbemerkt schwappen sie aus dem Jugend-, Internet- oder Marketingjargon in die Alltagssprache über („chillen“, „googeln“, „Workflow“). Muttersprachler verwenden diese Wörter wie selbstverständlich in ihrem täglichen Umgang; Nicht-Muttersprachler müssen sie sich dagegen erst mit einem gewissen Verzug aneignen.

Archaismen: Zum Schwof ins Cabaret

Leonhard, der Schelm, geht zum Schwof ins Cabaret. “Duftes Ambiente hier“, sagt er und steckt sich erst mal eine Glimmstängel an. Da fängt die Animierdame (steiler Zahn) an, mit ihm zu poussieren, und Leonhard wird es ganz blümerant. Das Frauenzimmer lädt ihn zum Stelldichein ins Séparée und verlangt Pinke-Pinke. Starker Tobak – Leonhard ist ja selbst noch ein Backfisch! Da bekommt der Bengel Bammel. „Wenn das mein alter Herr erfährt, gibt’s richtig Schelte!“ Spornstreichs eilt er aus dem Etablissement, setzt sich auf seinen Drahtesel und fährt nach Hause zu den Altvorderen.

Warum klingt diese kleine Geschichte so komisch? Weil darin jede Menge Archaismen vorkommen. Sie sind dieser Roten Liste entnommen, die über 600 vom Aussterben bedrohter Begriffe umfasst. Wer eine derartige deutsche Übersetzung vorlegen würde, hätte fachlich gar nichts falsch gemacht – und läge mit dem altertümlichen Duktus doch völlig daneben. Die Glaubwürdigkeit eines Übersetzers hängt auch davon ab, ob er die Sprachebene, den Jargon seiner Zielgruppe richtig trifft. Und das kann er nur, wenn er die Veränderungen der Sprache persönlich miterlebt.

„Frauenzimmer“, „Stelldichein“, „Backfisch“: Nicht nur Tiere sterben aus, sondern auch Wörter. Gleichzeitig entstehen dauernd neue Begriffe – ohne dass wir das so richtig mitbekommen. Sprache verändert sich langsam, aber gewaltig. Denken Sie nur an den Unterschied zwischen dem Slang, den Sie in Ihrer Jugend verwendet haben und den Sie heute von Ihren eigenen Kids (!) hören. Auf dieser Sprachebene würde unsere Geschichte ganz anders klingen:

Neologismen: Zum Chillen im Club

Gestern war Lennie, der Assi, zum Chillen im Club. „Geile Athmo hier,“ sagt er und steckt sich erst mal nen Tabakriegel an. Da fängt so ne aufgepimpte Bitch (hammer Bunny) an, ihn anzubaggern. Lennie findet das alles ganz schön cheezy. Da nimmt ihn die Alte mit auf ihre Bude und will Kohle abziehen. Aber Lennie ist ja selber noch ein Hiphopser. Da bekommt der Boy übelst Schiss. „Wenn das mein Alter rauskriegt, gibt’s mega Zoff!“ Rapido pest er aus der Rammelbude, schmeißt sich auf seine Alugurke und heizt heim zu den Ellis.

Bei der Lektüre dieses Textes hatten Sie sicher ganz andere Bilder im Kopf als bei der altertümlichen Version von oben, stimmt’s? Manche dieser Neuschöpfungen haben Sie vielleicht gar nicht gekannt. Wenn Sie wissen wollen, was hinter den seltsamen Slangwörtern steckt, mit denen die Jugend so um sich wirft, schauen Sie einfach in dieses Lexikon der Jugendsprache. Hier finden Sie alle Begriffe von A wie abbendern (tanzen) bis Z wie zutexten (viel auf jemanden einreden). Auf dieser Seite können Sie sich durch die jüngsten Neologismen klicken und fehlende Neuwörter sogar selber hinzufügen. Auffallend: Neben der Jugendkultur ist die Internet- und Kommunikationswirtschaft die am üppigsten sprudelnde Quelle für Neuschöpfungen: Selfie, App, Nerd, Netiquette, Content, Usability, Tool, Blog, Keyword, Traffic, Ranking, Crowdfunding, Shitstorm, Domaingrabbing …

Anhand der Jugendsprache lässt sich der Sprachwandel am besten darstellen – und wer als Fachübersetzer im Unter-30-Bereich unterwegs ist, wird sich mit ihr auseinandersetzen müssen. Aber auch für andere Fachgebiete wie beispielsweise Recht oder Marketing gilt: Auch die Fachsprachen wandeln sich ständig – aber nicht immer nach denselben Regeln oder in dieselben Richtungen.

Zusammenhänge in die Zielwelt transferieren

Muttersprachliche Übersetzer, die in ihrem Heimatland leben, erleben diesen sprachspezifischen Wandel mit. Von außen lassen sich solche untergründigen Veränderungen kaum recherchieren; Faktenwissen allein reicht nicht aus, um wirklich verlustfreie Kommunikation zu gewährleisten, also Botschaften nicht nur in eine andere Sprache zu übertragen, sondern in eine andere Kultur hineinzuvermitteln.

Besonders im Bereich „Recht“ ist das eine große Herausforderung, schreibt Dipl.-Übersetzerin Giselle Chaumien in diesem Beitrag: „Der Vorgang des Übersetzens eines Fachtextes – unabhängig vom Fachgebiet – von der Ausgangssprache A in die Zielsprache Z setzt voraus Aloha enterprise 4430 , dass der Sprachmittler die Zusammenhänge erkennt, sie begreift und in der Lage ist, sie kontextgerecht in die Zielsprache – man könnte sagen: in die Zielwelt – transferiert.“

„Daumen hoch“ und gar nichts ist in Ordnung: Vorsicht mit Handgesten im Ausland!

Daumen hoch
Nicken heißt „ja“ und Kopfschütteln heißt „nein“? Kommt sehr darauf an, in welcher Weltgegend Sie sich gerade befinden. Gestik, Mimik und Körpersprache unterscheiden sich von Kultur zu Kultur ganz erheblich – und sind oft schwieriger zu „übersetzen“ als die Sprache selbst. Was in der einen Region als Zustimmung oder Lob gemeint ist, kann in der anderen schnell als Beleidigung aufgefasst werden. Hier erfahren Sie, wie Sie die größten Fallstricke umgehen.

Wenn ja nein heißt und nein ja: Wie Sie Körpersprache richtig übersetzen

Stellen Sie sich vor, Sie sind zu einer UNO-Konferenz nach Addis Abeba in Äthiopien gereist. Nach dem ersten Sitzungstag findet abends ein zwangloses Get Together statt. Der amerikanische Konferenzleiter fragt in die Runde, ob die Kollegen mit der Unterbringung zufrieden seien. Da Sie in einem First-Class-Hotel abgestiegen sind, nicken Sie fleißig – wie fast alle anderen Kollegen auch. Der Konferenzleiter lächelt zufrieden. Da fällt sein Blick auf den Inder neben ihnen: Er wiegt den Kopf hin und her, wie man es in unseren Breiten tut, wenn man Unzufriedenheit oder Unsicherheit signalisieren will. Das Lächeln schwindet aus dem Gesicht des Amerikaners. Sein Blick wandert zu dem Äthiopier, der neben dem Inder steht: Er wirft seinen Kopf zurück. Der Amerikaner rätselt: Was soll diese vorwurfsvolle Geste? Auch der Kollege aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hat den Äthiopier beobachtet. Er schüttelt empört den Kopf. Und schon ist die lockere Stimmung dahin.

Warum? Weil Zustimmung nicht überall auf der Welt mit einem Kopfnicken signalisiert wird. Wer in Indien, Pakistan und Bulgarien den Kopf hin und her wiegt, meint nicht „so lala“, sondern eindeutig „ja“. Genau das will auch der Äthiopier sagen, wenn er den Kopf zurückwirft. Diese Geste allerdings wird in der arabischen Welt als „nein“ gewertet. Womit die Missverständnisse in unserem Beispiel geklärt wären: Der Inder und der Äthiopier waren keineswegs unzufrieden mit dem Hotel, und der Araber hat den Äthiopier einfach missverstanden.

Vorsicht mit Handgesten

Soeben wurde das Buffet geschlossen, satt und zufrieden versammelt man sich zu einem Drink an der Bar. Der Türke fragt den Amerikaner, wie er das Essen fand. Der ballt die rechte Hand zur Faust und reckt grinsend den Daumen nach oben. Dem Türken entgleisen die Gesichtszüge; entrüstet wendet er sich ab. Der Amerikaner ist peinlich berührt: Was hat er bloß falsch gemacht? Er wendet sich an den Franzosen und probiert es nochmal mit einer anderen Geste. „Nice food!“ sagt er anerkennend und bildet mit Daumen und Zeigefinger ein O. Das hat er öfter bei Europäern beobachtet, die etwas ganz vorzüglich fanden. Der Franzose schaut entgeistert. Was hat der Ami bloß gegen das Essen, denkt er, das war doch ganz vorzüglich.

Daumen hochDaumen nach oben: Unser Zeichen für „alles super“ gilt in vielen anderen Weltgegenden als obszöne Beleidigung: in Australien, Teilen Afrikas und Asiens, Lateinamerika, Russland, Griechenland und der Türkei. Tramper sollten dort tunlichst vermeiden, den Daumen noch zusätzlich nach oben zu bewegen – sie machen damit alles nur noch schlimmer.

O ZeichnenO-Zeichen: Ein aus Daumen und Zeigefinger gebildeter Kreis bedeutet in Mitteleuropa und Amerika „okay“ oder in kulinarischem Zusammenhang auch „delikat“. Belgier, Franzosen und Tunesier interpretieren das O aber als Null; sie zeigen mit der Geste, dass sie etwas als wertlos empfinden. Vermeiden Sie diese Geste unbedingt in Lateinamerika, Russland und Osteuropa: Hier gilt sie als obszöne Schmähung.

Sieg ZeichenV-Zeichen: Josef Ackermann schrieb Geschichte damit: Die zum „Victory“-Zeichen gespreizten Zeige- und Mittelfinger sind ihm während des Mannesmann-Prozesses im Januar 2004 als Geste der Arroganz ausgelegt worden. Dabei wollte er einfach nur cool wirken. Heute muss man sagen: Er hat noch Glück gehabt. Denn hätte er dabei den Handrücken nach vorne gedreht, hätte er in Großbritannien oder Australien noch größeren Unmut bewirkt. Denn dort steht das Zeichen für eine extrem vulgäre Variante unseres ausgestreckten Mittelfingers.

Der Körper spricht mit

Nonverbale Kommunikation läuft nicht nur über Gesten. Vieles wird auch über Mimik, Augenkontakt und Körperdistanz ausgedrückt. Und natürlich lauern auch hier jede Menge Missverständnisse.

Tonfall und Lautstärke: Emotionale Kulturen (Südeuropa, arabische Welt, Indien, Südamerika) zeigen ihre Gefühle offener und direkter als kontrollierte Kulturen (Asien, Nordeuropa). So kommt es, dass Südeuropäer von Nordeuropäern – oder noch stärker von Asiaten – wegen ihrer lauten Sprechweise als unhöflich oder aggressiv erlebt werden. Die indische Lautstärke wird sogar von Südeuropäern als bedrohlich empfunden. Umgekehrt empfinden emotionale Kulturen die Zurückhaltung der anderen als kalt und arrogant.

Blickkontakt: Europäer blicken ihren Gesprächspartnern normalerweise in die Augen, um ihr aufrichtiges Interesse zu signalisieren. Wer dem Blickkontakt ausweicht, wird als hinterlistig oder unsicher wahrgenommen. Hingegen gilt direkter Blickkontakt in Japan als Respektlosigkeit; hier schaut man eher auf den Hals als in die Augen.

Körperkontakt: Wer darf wen wann wo und wie berühren? Kontaktfreudige Kulturen wie Araber, Lateinamerikaner, Griechen oder Türken haben ein anderes Verhältnis zu Nähe als kontaktscheuere Kulturen wie Nordeuropäer, Nordamerikaner oder Asiaten. Das können wir unschwer beobachten, wenn wir unsere Konferenzteilnehmer zusammen in einen Aufzug stecken: Der Deutsche oder Brite wird unwillkürlich zurücktreten, wenn ihm der Araber zu eng „auf die Pelle rückt“ – was dieser wiederum als Unhöflichkeit auslegen kann. Lateinamerikaner fassen sich sofort an Arme und Schultern, auch wenn sie Fremde sind.

Was tun, wenn Sie in eine solch peinliche Situation kommen?

Am besten, Sie thematisieren die Situation ganz offen. Damit nehmen Sie die Spannung heraus und bauen eine Brücke zu ihrem Gegenüber. Mit einer Prise Humor können Sie das Ärgernis sogar in eine unerwartete Annäherung ummünzen.